Chronik der Tierkommunikation, Nr.1: Gorilla Eucalipto

Feb 09, 16 Chronik der Tierkommunikation, Nr.1: Gorilla Eucalipto

tanmoa_research_sperimentation-copy

Sonntag. FORSCHEN & EXPERIMENTIEREN

Hier ist ein Interview mit Gorilla Eucalipto, der mit Freimut und Emotion etwas über seine Beziehung mit Tieren erzählt. Dies ist das erste einer Reihe von Portraits über Damanhurianer, die eine enge Verbindung zur Tierwelt haben.

Was hast du in deinem Kontakt mit Tieren über sie entdeckt?

Ich habe herausgefunden, dass sich alles verändert, wenn wir ein Tier von klein an als Lebewesen betrachten und es als jemand behandeln, der uns nahe sein kann, mit dem wir uns austauschen können, der uns verstehen kann und der auch von uns lernen kann. Wenn du zu dem Tier sprichst, schaut es dir direkt in die Augen. Man kann sehen, ob ein Tier als bewusstes Wesen behandelt wurde oder ob es „nur“ als ein Tier abgetan wurde. Wenn es dir nicht in die Augen schaut, meint das, dass es mit seinem spirituellen Wachstum zurückgeblieben ist, denn Tiere sind genau wie wir auf einer spirituellen Reise.

Was ist deine Erfahrung in der Kommunikation mit Tieren?

Gorilla and Tempesta 1Meine Erfahrung ist normalerweise intuitiv wahrnehmend. Ich kann dir die Geschichte erzählen, als mein kleiner Hund Tempesta mit blutendem Maul und einem fast ausgerissenen Eckzahn nach Hause kam. Ich kümmerte mich um sie, so gut ich konnte und wollte sie am nächsten Tag zum Tierarzt bringen. In der Nacht schlief sie neben meinem Bett und hatte offensichtlich Schmerzen, deshalb legte ich meine Hand auf sie. Ich fragte mich, was wohl passiert war und genau in dem Moment, als ich am Wegnicken war, im Raum zwischen Wachen und Träumen, erhielt ich eine intensive Mitteilung von meiner Hündin: Sie sagte mir, dass sie auf der Straße unterwegs gewesen war und dort mit Fiamma (einem anderen Hund der Gemeinschaft) in einen Kampf geraten war. Ihr Zahn verfing sich im Metall-Halsband von Fiamma, das große Löcher hat. Fiamma riss sich plötzlich los und riss dabei Tempestas Zahn lose! Ich kam zu mir und dachte: Was für eine seltsame Nachricht! Am nächsten Tag sah ich Fiamma, die andere Hündin, und stellte fest, dass sie tatsächlich so eine Art Halsband trug, das außerdem Blutspuren hatte von dem Kampf mit Tempesta in der Nacht zuvor! Das haute mich wirklich um. Noch nie zuvor hatte ich so eine klare und starke Kommunikation von einem Tier erhalten.

Was hast du sonst noch von Tieren gelernt?

Ich habe gelernt, dass sie uns auch bei Heilungen beistehen können. Ich experimentiere damit, um über die Pflanzenmusik mit Pflanzen in Kontakt zu treten. Sowohl die Pflanzen- als auch die Tierwelt haben ihre Art, uns Menschen durch Heilung zu beeinflussen. Wenn du dein Leben mit einem Tier teilst, wird dieses dir alles geben, das ihm zur Verfügung steht. Tiere sind sehr direkt und intuitiv, sie haben nicht all die Strukturen, die wir Menschen haben. Meine Hündin weiß sofort, ob ich krank bin, wahrscheinlich weil mein Geruch sich verändert, und dann bleibt sie normalerweise in meiner Nähe. Einmal war ich völlig erschöpft von einer Grippe, ich hatte Bauchweh, und Tempesta schlief auf meinem Bauch. Ich erklärte ihr, dass ich mich wegen der Grippe schlecht fühlte und war überzeugt davon, dass sie mir helfen konnte, gesund zu werden. Als ich um 7 Uhr morgens aufwachte, war ich überrascht… ich fühlte mich so viel besser, komplett gesund!

Kannst du uns etwas über deine Erfahrung mit dem Tod von Tieren sagen?

pigsIch bin in der Landwirtschaft aufgewachsen, wir hatten Hühner für Eier und Fleisch und Schweine für Salami, und ich machte mit dieser Tierhaltung noch eine Zeitlang weiter. Ich züchtete die Tiere so, wie ich es für richtig hielt, mit Würde. Einmal, als ich eine Sau die geschlachtet werden sollte, abgeben musste, brachte ich es nicht übers Herz, sie alleine zu schicken, ich begleitete sie. Ich stand vor ihr, und sie schaute in meine Augen und fragte mich: „Warum? Weshalb tust du mir das an?“ Dieses Erlebnis veränderte mein Leben und mein Verhältnis zu allen Tieren. Ich kann heute noch die hellblauen Augen dieses Schweins sehen… Jetzt kann ich nicht mal mehr ein Huhn rupfen. Ich änderte auch meine Essensgewohnheiten. Diese Ereignisse haben mich tiefgehend transformiert und jetzt esse ich kein Fleisch mehr.

Noch was anderes zu erzählen?

Um mit Tieren zu kommunizieren, muss man sie zuerst als Lebewesen ansehen, und das gleiche gilt für Bäume. Es ist wichtig, sie mit einer gewissen Würde zu behandeln, man kann sie nicht wie Nummern oder Dinge behandeln. Du kannst das Leben eines Tieres oder einer Pflanze auch opfern, aber du musst es mit Bewusstsein, Achtung und Würde tun.

 

Keine Kommentare

Trackbacks/Pingbacks

  1. Chronik der Kommunikation mit Tieren, Nr. 2 Lemming Kaktus | Damanhur Blog - Deutsch - […] unserem ersten Interview mit Gorilla Eucalipto erkunden wir nun zusammen mit Lemming Cactus die faszinierende Welt der Kommunikation mit…

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*