Damanhur an der UN-Klimakonferenz

Nov 27, 16 Damanhur an der UN-Klimakonferenz

 

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Donnerstag . ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

 

Macaco Tamerice aus Damanhur hat vom 12. bis 17. November 2016 an der UN-Klimakonferenz COP 22 in Marrakesh, Marokko teilgenommen, die schon seit 22 Jahren jedes Jahr stattfindet. Dank Damanhurs Beteiligung im Global Ecovillage Network (GEN), war Macaco eine der Abgesandten. GEN nahm mit einer Präsenz von 20 Vertretern an diesem Event teil, und fast alle hatten die Gelegenheit, in einem der großen Konferenzsäle ein Projekt vorzustellen. Die Präsenz von Ban Ki Moon – dem Generalsekretär der UN – Minister aus nahezu allen Ländern, einigen Präsidenten, dem König von Marokko, Zehntausenden von Menschen und unzähligen NROs ermöglichten es, sehr viele Kontakte zu knüpfen und über die Bewegung der Ökodörfer und über Damanhur zu reden. GEN unterzeichnete auch eine Vereinbarung mit der marokkanischen Regierung, beim Aufbau von Ökodörfern in diesem Land zu helfen.

Macaco stellte unsere Schwestergemeinschaft-Partnerschaft mit Guédé Chantier in Senegal vor als Beispiel für praktische Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Die gleiche Präsentation hatte sie bereits Ende September im UN-Menschenrechtsrat in Genf gehalten. Dies war eine großartige Gelegenheit, um über Damanhur zu reden, da wir ein konkretes Beispiel für die Umsetzung vieler SDGs sind. Das gilt umso mehr, seit wir in Entwicklungsländern aktiv geworden sind.

img_20161116_185612Marrakesh war ein faszinierender Rahmen für diesen Event. Macaco hatte zwar kaum Zeit, die Stadt zu erkunden, bekam jedoch einen ersten Geschmack von den arabischen Nächten. Eines Nachts, auf dem üblichen Weg der GEN-Abgesandten von der COP zum Hotel, geschah etwas Seltsames. Macaco ging über einen großen Platz, der sich nachts mit Marktständen, Tieren aller Art, improvisierten Aufführungen, hypnotischer Percussion und allem möglichen füllte. Sie fühlte sich ein wenig, als wäre sie in das östliche Mittelalter gerutscht. Es gab auch einige arme Makaken, die an Ketten gebunden waren, damit die Leute Fotos mit ihnen machen konnten. Ein kleiner Makake versuchte Macacos selfisches Schmuckstück zu stehlen, aber sie bemerkte es gerade noch rechtzeitig, um die Hand des kleinen Affen zu stoppen. Dieser bekam Angst und fing an zu schreien, und es sah so aus, als wäre er sich bewusst darüber, etwas Unerlaubtes getan zu haben. Macaco wurde von einer großen Traurigkeit überwältigt über diese Wesen, die ihr so menschlich vorkamen, die versklavt dazu gezwungen wurden, zu stehlen. Ganz zu Schweigen über die Situation der Frauen… aber trotz alledem war es schwierig, sich nicht von der Schönheit und der Exotik des Platzes faszinieren zu lassen.

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