Eine Konferenz von GEN Afrika in Ghana

Dez 22, 16 Eine Konferenz von GEN Afrika in Ghana

 

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Donnerstag . ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

 

Macaco Tamerice ging Anfang Dezember nach Ghana, um bei der Konferenz des GEN-Afrika (Globales Ökodörfer-Netzwerk) als Moderatorin zu helfen. Nach 23 Stunden Anreise kam sie in Accra an und ging in das Hotel, das fast alle 56 Teilnehmer der Konferenz beherbergte. Am folgenden Morgen fuhren sie gemeinsam in einem großen Reisebus zum 9 Stunden entfernten Ziel: dem Institut für Permakultur in Techiman in Ghana.

albergoGhana ist einer der demokratischsten Staaten in Afrika. Man spürt sofort die Freundlichkeit und bemerkt die Expansion. Überall sind neue Gebäude und alles wirkt aufgeräumt. In diesem Land regnet es ziemlich viel, daher ist es sehr grün und voller Palmen, Mango- und Papaya-Bäume – eine flache Landschaft, die nach einigen Stunden Fahrt auch sanfte Hügel zeigte.

Am darauf folgenden Tag, dem 2. Dezember, begann die Konferenz. Unter den Teilnehmern befand sich auch Ousmane Pame, Präsident des GEN Africa aus der Gemeinschaft Guedè Chantier in Senegal, die mit Damanhur verschwestert ist. Repräsentanten aus vielen afrikanischen Ländern waren vertreten. Afrika ist ein Kontinent, den es erst noch zu entdecken gilt. Die Idee, die wir in der westlichen Welt darüber haben, ist oft mit Vorurteilen belastet. Die heutige Realität Afrikas zeigt eine starke Expansion in vielen Sektoren und vor allem ein sehr entwickeltes Sozialwesen. Die zwischenmenschliche Beziehung hat Vorrang für die Afrikaner, in Ghana ist das sofort daran zu merken, wie die Menschen sich mit den Händen begrüßen und sich dabei in die Augen schauen. Sie haben eine sehr selbstsichere Ausstrahlung, aber gelassen, freundlich und mit gegenseitigem Respekt.

Macaco wurde, unter anderem auch wegen ihrer Erfahrung im Thema Konfliktlösung, salazusammen mit Visolela Namises aus Namibia, einem anderen Mitglied des Rats der Weisen des GEN, als Co-Moderatorin zur Konferenz eingeladen. Vom ersten Tag an fand jeden Nachmittag ein Kreis des Austauschs statt, in dem persönliche Erfahrungen zu Wort kamen. Die Erfahrungen der Menschen, die am Aufbau dieser noch sehr jungen und komplexen Organisation von GEN Afrika beteiligt sind, zeigten sich ab und zu auch recht widersprüchlich.

Das Treffen war sehr nützlich, um das Projekt der Ökodörfer in Afrika, das sogenannte „Pan African Ecovillage Development Program“, auszuweiten. Mehrere Projekte mit verschiedenen afrikanischen Regierungen, die während der COP 22 in Marrakesch kontaktiert wurden, sind in Entwicklung, und das Treffen ermöglichte, viele der spürbaren Spannungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen zu lösen.

delegati-gen-africaViele afrikanische Regierungen sind daran interessiert, den Aufbau von Ökodörfern in ihren Ländern zu unterstützen, da dieses Konzept als vielversprechende moderne Alternative angesehen wird. Es gibt wirklich interessante Projekte und Realitäten, die immer dank einiger besonders entschlossener Personen ins Leben gerufen werden, die ihr Leben für ihre Ideale einsetzen und dies manchmal auch in Ländern mit einer sehr schwierigen politischen Situation. In diesen Ländern setzen sich sehr aktive Menschen auch der Gefahr aus, einen hohen Preis für ihren Einsatz zu bezahlen.

Viele der Teilnehmer waren sehr überrascht und zutiefst berührt, als sie über Macaco von der Existenz Damanhurs erfahren haben. Viele von ihnen möchten die Föderation, die ihnen wie ein wahr gewordener Traum vorkommt, auch besuchen.

 

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