Der Dezember bringt mir Geschenke!

Dez 15, 17 Der Dezember bringt mir Geschenke!

 

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LEBEN IN GEMEINSCHAFT

 

Der Monat Dezember bringt ein Hintergrundgeräusch in meine Gedanken… Geschenke! Ich habe von klein an noch nie an den Weihnachtsmann geglaubt. Es kam mir übertrieben vor, all diese Arbeit, also die Gaben vorzubereiten und dann auch noch an alle Familien gleichzeitig zu verteilen, einem ein paar hundert Jahre alten Mann aufzubürden! Ich habe sehr früh kapiert, dass die wirklich Verantwortliche für die Geschenke, die ich bekam, meine Familie war, und ich muss zugeben, dass das so immer ok für mich war. Vielleicht kommt es sogar daher, dass es mir gefällt, Geschenke zu machen. Ich denke gerne drüber nach, was der Person wohl gefallen könnte, was sie gebrauchen könnte, was sie überraschen oder zum Lächeln bringen könnte. Mit dieser Geste möchte ich immer noch etwas Zusätzliches ausdrücken – ich gebe ein bisschen von mir hinein. So verbringe ich im Dezember immer viel Zeit damit, an die Personen zu denken, die mir lieb sind und denen ich eine Aufmerksamkeit schenken will. Es ist wirklich schön, jemandem, den man liebt, ein Geschenk zu machen! Ich finde es signifikant, dass in sehr vielen verschiedenen Kulturen die Tradition besteht, sich in einem bestimmten Moment des Jahres zu beschenken und dass bei vielen der Zeitpunkt dafür das Ende des Sonnenjahres ist!

Als ich nach Damanhur zog, dachte ich, dass mein Leben einfacher werden würde, weil man in Damanhur Weihnachten nicht feiert. Im Stillen hab ich mir gedacht: „Also wenigstens die haben begriffen, dass dieser arme Alte nicht all diese Arbeit machen kann!“ Dann habe ich einen leichten Schock bekommen: in Damanhur feiert man die Natività (Geburt), genauer gesagt, die Geburt mehrerer Gottheiten in den Epagomenen! So wie in vielen anderen Kulturen haben wir auch hier den Brauch, uns gegenseitig zu beschenken, um diesen Moment zu einem wirklich speziellen Moment zu machen. Aber wie kann man das Richtige finden für all die, die wir sind? Die Antwort, die ich mir gegeben habe war: „Ok, ich werde also schon bei der Sommersonnenwende anfangen, an die Geschenke zu denken! Aber diese Lösung habe ich schnell wieder aufgegeben… ich habe schwere Zweifel an meiner Theorie bekommen, als ich erfuhr, wie viele wir eigentlich sind: fast 600!!!

Zum Glück ist unser Volk intelligent! Es wird ein effizientes System angewandt, das ich aus anderen Zusammenhängen schon kenne: alle Namen der Mitglieder der Gemeinschaft werden auf kleine Zettelchen geschrieben und dann angelt sich jeder eines mit dem Namen einer Person heraus, der dann ein Geschenk gemacht wird. Das Schöne am Gemeinschaftsleben oder besser gesagt in unserer Gemeinschaft, in der die Gruppen aus mehr oder weniger 20 Menschen bestehen, ist der Moment, wenn die Gaben ausgetauscht werden! Jedes Mal habe ich das Gefühl, als wäre jedes Geschenk auch ein bisschen meines! Der Gedanke des Schenkenden, das Erstaunen des Beschenkten, das Lachen, die Freude, die Scherze … Auch wenn ich nur ein einziges Geschenk erhalte, ist wirklich so, als würde ich es mindestens 20 Mal bekommen! An all diesem teilhaben zu können, ist das größte Geschenk des Dezembers. Auch dieses Jahr wird es wieder so sein: ich habe schon den Namen der Person geangelt, der ich ein Geschenk machen werde … pssst … bisher weiß nur ich davon und vielleicht noch der Weihnachtsmann ;-))

(PS: In der spirituellen Physik entwirft das Einzige Atom alle Formen, die in der Welt der Formen existieren und braucht 4 Sekunden, um das zu bewerkstelligen. Wie kann der Weihnachtsmann zu allen im gleichen Moment kommen?!?)

 

 

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