Fünftes „Quesito”: Das Männliche

Feb 13, 18 Fünftes „Quesito”: Das Männliche

 

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SPIRITUALITÄT IN DAMANHUR

Die „Quesiti“ (philosophische Fragestellungen) sind dynamische Formeln, über die wir meditieren und die wir in unserem Alltag nutzen können. Ihre Formulierung ist das Resultat der kollektiven Errungenschaften Damanhurs, aber jeder Mensch kann sie je nach den eigenen Talenten und Charakteristiken interpretieren.

Das fünfte „Quesito” ist mit der männlichen Komponente jedes Menschen verbunden. Der nächste Schritt, der nach Stabilisierung des vierten „Quesito“ folgt, ist… die Wandlung! In der Tat, wenn sich die innere Transformation des 3. „Quesito” mit dem 4. „Quesito” stabilisiert hat, ist die Zeit schon wieder reif für eine erneute Veränderung, um so eine harmonische innere Revolution zu erlauben, die die Gesamtfrequenz des Individuums verändert.

In der Natur ist diese periodische Erneuerung als Mauser oder Häutung der Federn bei Vögel, der Haare bei Säugetieren, der Haut bei Reptilien und des ganzen Außenskelettes bei Insekten zu beobachten. Die Mutation führt zu einem kontinuierlichen Werden, das in der Lage ist, eine Verbindung zu seinen Ursprüngen zu halten. Es ist notwendig zu wissen, wie man mit Intelligenz und Bewusstsein jede Form von Gewohnheit entdeckt und immer wieder entdeckt, um ihre positiven Aspekte beizubehalten, dabei aber jede Form der automatischen Konditionierung, die von der Umwelt und der erhaltenen Bildung herrühren, zu vermeiden.

Der Sinn des fünften „Quesito” liegt also in der Kapazität, all unsere inneren Anteile auf ein Ziel des Wachsens auszurichten und dies so lange beizubehalten, bis es zu einer „physiologischen” Notwendigkeit unseres Seins geworden ist. Dann können wir die innere Revolution harmonisch erleben, ja sogar genießen, und zu dem Bewusstsein gelangen, dass jeder Tag für jeden von uns wie ein neues Terrain ist, das es zu erobern gilt. Dies gibt uns immer wieder die Gelegenheit, mit Abenteuergeist aus unserer Haut zu schlüpfen, ohne zu leiden.

Stabilität ist keine Gegenthese zum Prinzip der Wandlung, denn schon Heraklit sagte: „Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.“

 

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