Achtes Quesito: Liebe und irreversible Wahl des Ideals

Mrz 01, 18 Achtes Quesito: Liebe und irreversible Wahl des Ideals

 

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SPIRITUALITÄT IN DAMANHUR

 

Die „Quesiti“ (philosophische Fragestellungen) sind dynamische Formeln, über die wir meditieren und die wir in unserem Alltag nutzen können. Ihre Formulierung ist das Resultat der kollektiven Errungenschaften Damanhurs, aber jeder Mensch kann sie je nach den eigenen Talenten und Charakteristiken interpretieren.

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Das achte Quesito bringt uns in eine neue Runde der Spirale und zu einer neuen Kraft der Transformation von sich selbst durch die anderen, durch die Liebe, durch einen kollektiven Traum, der weitergegeben wird und durch ein Erweitern des persönlichen Horizonts, um die innere Göttlichkeit zu erwecken.

Die Ebene der Transformation, von der wir hier sprechen, ist nicht nur an die Veränderung individueller Aspekte wie die der Gewohnheiten gebunden. Die Wurzel, die Matrix, die der Transformation zugrunde liegt, ist hier eher „unpersönlich”, d. h. mit weitläufigeren und transzendenten Werten verbunden. Wenn man das achte Quesito lebt, transformiert man sich, weil man für die anderen über sich hinausgeht, und so erlangt man die Kraft, das zu verwandeln, was einen umgibt, weil das den Atem des göttlichen Funkens in unserer Seele erweckt.

Dieses Quesito führt uns zur Stille, denn Worte können die Größe der Emotionen, der Gefühle und der Vorahnungen, die dann hochkommen, wenn man das Quesito ganz und gar lebt, nur verringern.

Im achten Quesito wandelt sich das Konzept des Glaubens in die Wahl des Ideals, d. h. in eine irreversible Wahl, die in der Zeit bestehen bleibt und das Wissen, wie man glaubt, beinhaltet. Wissen, wie man glaubt, bedeutet nicht, in Konsequenz von etwas zu glauben, wie es geschieht, wenn wir an etwas glauben, weil es uns glaubwürdig erscheint und dies unseren Glaubensakt rechtfertigt. Es meint vielmehr, felsenfest an etwas zu glauben, ohne die Notwendigkeit, dass diese Sache von außen bestätigt wird, weil wir uns bewusst sind, dass die Kraft unseres Glaubens, das erschafft, an was wir glauben. Die Quelle der Schöpfungskraft ist in uns, nicht außerhalb von uns, und sie wird durch unser Bewusstsein, unsere Willenskraft und unsere Wahl in Fluss gebracht.

Die Weitergabe dieses Verständnisses schafft neues Bewusstsein, die zum Erwachen dieser Potentialität und ihrer Vervielfältigung führt. Das achte Quesito besagt: „Der Mensch ist ein zeitbegrenztes Wesen, er reproduziert sich, wenn er fähig ist, etwas zu generieren, Gene weiterzugeben.“ Gene weiterzugeben meint im spirituellen Sinne, Träume weiterzugeben. Das achte Quesito ist also eine offene Tür zur Macht, die mit unserer Fähigkeit zu träumen verknüpft ist.

 

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