Der Weg, der zum Gral führt

Dez 10, 18 Der Weg, der zum Gral führt

 

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ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

 

Mantide Dafne, die seit über 30 Jahren in Damanhur lebt, erzählt uns die Geschichte, wie sie ihre Krankheit und Heilung erlebt hat.

Im Jahr 2005 ging ich eines Donnerstagnachmittags durch die selfische Bildergalerie in der Damanhur Crea. Ich fühlte, dass sie eine besonders starke Energie ausstrahlte und diese sich mit einer persönlichen Nachricht direkt an mich wendete. Ich hatte das Gefühl – ich könnte nicht sagen weshalb – dass es sich um eine Energie handelte, die mit dem Gral zu tun hatte. Ich konzentrierte mich auf sie, dann las ich den Titel des Bildes vor mir und wurde mir der Qualität meiner Intuition bewusst: das Bild hatte den Titel Dies ist der Weg, der zum Gral führt.

DIE DONNERSTAGSTREFFEN

Ich habe es schon immer geliebt, an den Donnerstagnachmittagen, vor dem wöchentlichen Treffen mit Falco Tarassaco, Zeit mit den selfischen Bildern zu verbringen, und so „besuchte“ ich dieses Bild oft, um es zu grüßen. Ungefähr einen Monat nach der ersten Begegnung, erhielt ich eine ganz präzise Nachricht: Das Bild sagte mir, dass es mich wegbringen würde. Ich weiß nicht warum, aber ich habe dieses „wegbringen” sofort mit dem Tod in Verbindung gebracht. Ich fühlte mich noch nicht bereit, ich hatte mich selbst noch nicht genug verfeinert, ich hatte noch nicht genug gelernt, um sagen zu können, dass ich mein Leben gut genutzt habe. Ich lebte damals schon 20 Jahre in Damanhur, aber ich fühlte, dass mein Leben zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht zum vollen Ausdruck gekommen war. Wenige Wochen später wurde ein bösartiger Tumor an meiner Brust diagnostiziert.

DIE HEILUNG HERBEIWÜNSCHEN

Die klinische Geschichte meiner Heilung ist die gleiche vieler Frauen, die ein ebensolches Abenteuer hinter sich haben. Es vermischen sich darin Besorgtheit, die Nähe der Personen, die uns mögen und die Kapazität guter Ärzte. Ich konnte außerdem auf die Unterstützung der anderen Damanhurianer zählen, auf die Pranatherapie, auf die Ärzte unserer Gemeinschaft und auf die Anwesenheit von Falco Tarassaco selbst, der mich, während ich im Krankenhaus war, öfters anrief, um mich zu unterstützen und mir Ratschläge zu geben. Und alles ging gut aus, nicht mühelos, aber mit einem erfolgreichen positiven Endresultat.

In mir fühlte ich ganz tief die Gefühle in Bezug auf das Bild, seinen Ruf, den Gral. Der Gedanke, der mir beim ersten Betrachten gekommen war, lenkte meinen Wunsch nach Heilung: Ich wollte nicht einfach gesund werden, um weiter zu leben, sondern weil ich persönlich wachsen wollte, ich wollte besser werden.

Mein Leben gefiel mir gut, ich hatte eine schon große Tochter, die ich mit Freude heranreifen sah, ich hatte einen Lebenspartner, den ich liebte, aber sie waren nicht der Grund, der mich zurückhielt. Was mir bewusst wurde, war mein tiefer Wunsch, die Möglichkeit zu haben, weiter zu wachsen, mich weiter zu entwickeln, spirituelle Ziele zu erreichen, die meinem Gefühl nach noch weit entfernt von mir waren. Mich diesem Gral, der mich gerufen hatte, zu nähern und meinem Leben eine noch tiefere Bedeutung zu geben.

WOFÜR DIE HEILUNG?

Ich glaube, dass ich diese Krankheit, ganz unabhängig von der frühzeitigen Diagnose, vor allem durch die Geschicktheit derer, die mich behandelt haben und die Kontrolluntersuchungen, zu denen ich immer noch regelmäßig gehe, überwunden habe. Ich habe meinem Leben eine Ausrichtung gegeben, um weiterzuleben, und diese Ausrichtung war mein persönliches Wachstum.

Seither sind schon viele Jahre vergangen, und vieles in mir hat sich verändert. Ich gehe weiterhin all den Verpflichtungen nach, die ich auch vorher schon hatte. Ich tat es aber nicht mehr als ein „muss” oder aus Verpflichtung anderen gegenüber, sondern betrachtete es allenfalls als Gelegenheit, mich selbst zu bestätigen – mit Demut, um zu lernen, zu wissen und zu verstehen.

Ich schrieb mich auch in die Schule für Spirituell Heilende ein, als parallele Erfahrung, die mir verstehen helfen sollte, was mir geschah und wie ich den besten Nutzen daraus ziehen konnte, und ich fühle mich als besserer Mensch, viel vollständiger.

Sterben oder leben erschrecken mich genauso wenig wie vorher, aber ich weiß nun mit Sicherheit, dass ich, wenn ich lebe, lebe, um innerlich zu wachsen. Die Krankheit hat mir nicht nur schöne Erinnerungen hinterlassen, aber sie war für mich sicherlich eine Gelegenheit zum Nachdenken, die mir ermöglicht hat, mich selbst besser zu verstehen. Diesen Gral habe ich, in gewissem Sinne, gestreift und jetzt will ich ihn nie mehr vergessen, denn ich habe viel von ihm gelernt. Das Wichtigste ist, dass ich verstanden habe, dass das Leben gut genutzt wird, um Dinge zu tun, sich zu verändern, ohne tatenlos danebenzustehen. Unter diesen Bedingungen wird selbst die Erfahrung einer Krankheit zum Geschenk.

Mantide Dafne

 

Und du? Hast du eine tiefgehende Erfahrung mit Krankheit gemacht, und möchtest du diese mit uns teilen? Erzähle sie in den Kommentaren.

 

 

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