WACH AUF… DU TRÄUMST!

Jan 07, 19 WACH AUF… DU TRÄUMST!

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FORSCHEN & EXPERIMENTIEREN

 

Wenn wir träumen, betreten wir eine Welt, die keinesfalls völlig unabhängig von der des Wachzustands ist: Die beiden Realitäten sind eng miteinander verbunden, wenn auch auf eine etwas andere Weise, als wir bisher gedacht haben.

Im Allgemeinen neigen wir dazu zu glauben, dass das Unbewusste uns nachts „Live-Filme“ vorspielt, die davon abhängen, was wir während des Tages gemacht haben, also den Ereignissen, den Treffen und den Emotionen, die wir durchlebt haben. Diese Funktion des Traums ist sicherlich wahr und sehr wertvoll, aber sie ist in Wirklichkeit nur ein Aspekt der Traumrealität.

Die Traumwelt ist eine andere Realität, eine parallele Dimension, die unabhängig von der des Wachzustands existiert und in der wir ein Leben führen, das nicht einfach eine Konsequenz dessen ist, was wir erleben, während wir wach sind.

Wir können die Verbindungen zwischen den beiden Dimensionen finden, wenn wir wissen, wie man beide entziffert. Dies ist eine Fähigkeit, die unserem Potenzial inhärent ist, aber leider ist sie Teil dessen, was dem Menschen im Laufe der Zeit verloren gegangen ist.

Die Geschichte vom Traum

Unsere Kultur hat diese Fähigkeiten begraben und viele Verbindungen, die die Welt des Schlafes mit der des Wachens verbinden, aufgehoben. Nehmen wir zum Beispiel die Bibel: In ihren ältesten Versionen ist die Traumwelt nicht nur ständig mit der des Wachzustands verwoben, sondern sie ist ein Kanal, durch den die beschriebenen Persönlichkeiten Kontakte mit Dimensionen und Kräften erleben, die sonst nicht möglich wären. Dies bestätigt, dass der Traum nicht nur eine Erweiterung des Wachseins ist.

Leider interpretierte Hieronymus jedoch im 5. Jahrhundert die Bibel in einem streng christlichen Ton und gab allen Passagen, die mit dem Traum verbunden sind, eine Deutung im Zusammenhang mit der Gegenwart des Teufels und damit einem negativen Einfluss auf das Leben der Menschen. Es ist wirklich schade, denn viele Gelehrte heiliger Texte sagen stattdessen, dass das „Buch der Bücher“ viele Lehren über den Zustand des Träumens enthält. Offensichtlich ging man vor mindestens sechzehn Jahrhunderten davon aus, dass es wichtig sei, die Freiheit für die Interpretation des eigenen Lebens erheblich einzuschränken.

Der Sufismus sagt, dass der Traum seit Anbeginn des Lebens die wichtigste Wissenschaft ist. Das klassische Griechenland bewahrte und entwickelte eine große Schlafkultur: Die „Abatons” waren zum Beispiel Räume neben den Tempeln, in denen die Menschen untergebracht waren, um sich schlafend, durch das Träumen, von ihren Leiden zu erholen.

Sogar die alten Römer, die stets die besten Traditionen der Völker übernommen haben, mit denen sie in Kontakt kamen, das heißt, die von ihnen erobert wurden, hatten die griechische Vision des Traums wieder aufgenommen und die Verwendung von Traum-Tempeln im gesamten Reich verbreitet, bis in die Provinz Britannien.

Der luzide Traum

Mit der westlichen Einstellung hat der Traum nach und nach diese Eigenschaften verloren, und wir haben begonnen, ihn als Nebenprodukt des Wachzustands zu betrachten, wenn nicht sogar als etwas, das als beunruhigend empfunden wird.

Die Wissenschaft hat sich bis zum zwanzigsten Jahrhundert praktisch nicht mit diesem Thema beschäftigt, und was wir erleben, während der Körper schläft, ist in Skepsis gehüllt und wird als Aktivität der physiologischen Erholung des Körpers oder allerhöchstens als gute Phantasie für die Dichter betrachtet.

Später, durch den Antrieb der neurologischen Disziplinen, begannen sich die Dinge zu ändern, und das Thema Traum wurde zum Studienobjekt.

Mitte des letzten Jahrhunderts kam es dann, durch den Amerikaner Stephen LaBerge, zur Erforschung des Klartraums. LaBerge hatte an der Stanford University wissenschaftlich bewiesen, dass es möglich ist, mitten in einem Traum zu erwachen, während der Körper weiterschläft, und sich bewusst in dieser Traumrealität zu bewegen: das sogenannte luzide Träumen!

Etwas Außergewöhnliches

Es ist eine wunderbare Erfahrung, in einem Traum „aufzuwachen” und zu erkennen, woraus dieser Teil unseres Daseins eigentlich besteht. Wir können im Wachtraum anderen Menschen begegnen und Dinge erledigen, die für uns wichtig sind und so unsere Erlebniswelt allmählich auch auf diesen Bereich hin ausweiten.

Und wir können dort auch Vieles lernen. Wenn wir darüber nachdenken, ist es, als würde man seinen Doppelgänger leben, ohne zu ermüden und dabei sogar viele persönliche Anteile besser miteinander verbinden zu können.
 

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