Ich wache auf und träume!

Feb 26, 19 Ich wache auf und träume!

 

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Wenn wir über Träume sprechen, begegnen wir oft dem Konzept des „luziden Traumes”, was dem Niveau entspricht, in dem wir aktiv am Traum teilnehmen können, anstatt nur Zuschauer zu sein. Wenn wir über Träume sprechen, sollte es nicht nur unser Ziel sein, ihre Bedeutung zu verstehen, sondern sie sogar zu steuern – oder besser gesagt, uns zum Ziel zu setzen, unser Verhalten innerhalb des sich abspielenden Traumes auf ähnliche Art und Weise zu lenken, wie wir unser Leben während des Tages führen.

Der Traum, in dem ich mir dessen bewusst bin, was passiert und in dem ich meine Handlungen wählen kann, ist der luzide Traum. So wie viele andere Aktivitäten des Menschen, die heute „dem Grenzbereich“ zugeordnet werden, hat die Traumwelt in der Lebenskultur von Völkern, die in der Vergangenheit existierten, eine zentrale Rolle gespielt.

Die aufmerksamsten Träumer, deren Spuren noch aufgefunden wurden, waren wahrscheinlich die Tolteken, eine mexikanische Bevölkerungsgruppe, die sich in der Zeit des europäischen Spätmittelalters auf der Hochblüte ihrer Kultur befand. Die Tolteken sagten: „Wer nicht träumt und sich nicht an seine Träume erinnert, ist ein toter Mensch. Ein lebendiger Mensch ist ein Mensch, der träumt und sich an seine Träume erinnert.“

Heutzutage ist der luzide Traum Gegenstand von Forschungen an vielen Universitäten auf der ganzen Welt, doch tatsächlich begann man erst nach dem Zweiten Weltkrieg, ihn mit der nötigen Aufmerksamkeit zu untersuchen. Diese Forschungsresultate bestätigen uns nun, was die Tolteken, aber auch die Senoi, die Griechen und die Tibeter bereits vor vielen Jahrhunderten gesagt hatten.

TRÄUMEN IN ZWEI PHASEN

Die Träume, die eine Person, die nicht an Schlafstörungen leidet und sechs bis sieben Stunden lang schlafen kann, nachts durchlebt, sind im Wesentlichen in zwei verschiedene Phasen unterteilt. In der ersten Hälfte der Nacht träumen wir die Träume, die alles, was wir tagsüber erlebt haben, nachbearbeiten: sie überarbeiten, „verdauen” und hinterlegen in unserem Erfahrungsschatz das, was wir im Wachzustand erlebt haben. Dies sind die Träume, die im höchsten Maß zu interpretieren sind, weil sie sich auf Symbole und Emotionen beziehen, die sich auf das Leben der Person beziehen. Es sind Träume, die mit dem Unbewussten verbunden sind.

In einer zweiten Phase des Schlafes beginnen dagegen viel tiefere Träume, die uns in eine ganz eigenständige Dimension projizieren, die nicht von der Wachdimension abhängt, obwohl sie natürlich viele Verbindungen zu ihr hat. Dies ist die eigentliche, wirkliche Traum-Dimension, die ihre eigenen Regeln hat, und wir können lernen, bewusst an ihr teilzunehmen.

EIN LUZIDER TRAUM

Um einen luziden Traum zu träumen, ist es zunächst notwendig, bereits eine Weile geschlafen zu haben, um unserem Unbewussten zu erlauben, alle Geschehnisse des Wachzustandes zu verarbeiten und sich genauso zu beruhigen, wie der Körper zur Ruhe gekommen ist. Es ist kein Zufall, dass die Funktion der ersten Phase des Schlafes gerade die der Reorganisation ist, ohne die es keinen Zugang zur zweiten Phase gibt.

An diesem Punkt muss man buchstäblich im Traum aufwachen. Mit anderen Worten, es ist notwendig, am Anfang oder an einem bestimmten Punkt des Traumes unser Bewusstsein wachzurütteln und dann zu entscheiden, wie wir uns in der Geschichte, in der wir uns befinden, verhalten wollen. Es ist bestimmt jedem immer wieder passiert, dass er während des Träumens gemerkt hat, dass es nur ein Traum ist, dass er eine „imaginäre” Situation erlebt. Diese Erkenntnis ist einen Schritt davon entfernt, aufzuwachen und sich bewusst zu sein. Das heißt, wir befinden uns noch nicht in einem luziden Traum, aber es würde eine kleine Anstrengung genügen, ein geistiges Klick, um hineinzukommen.

KANN ICH DAS AUCH MACHEN?

Es gibt Menschen, die eine natürliche Veranlagung für das luzide Träumen haben, es gibt Methoden, um im Labor den luziden Traum künstlich herbeizuführen, aber vor allem kann man dies trainieren und erlernen, so wie es die Kurse der Damanhur University lehren.

Sobald wir in einem Traum, der zu diesem Zeitpunkt „luzide” ist, wach sind, verhalten wir uns wie im Alltag, aber mit einigen großen Unterschieden: Vor allem haben wir in einer anderen Dimension die Möglichkeit, Charaktereigenschaften, Denkweisen und Emotionen auszudrücken, die sich von der des Wachzustandes unterscheiden. So können wir, während wir trotzdem noch wir selbst bleiben, verschiedene Persönlichkeiten sein und so Erfahrungen mit Anteilen von uns machen, die wir normalerweise nicht so gut kennen. Und dann… dann sind noch viele andere Dinge möglich.

Aber jetzt bist du dran. Erinnerst du dich an deine Träume? Wovon hast du letzte Nacht geträumt? Wovon willst du die nächste Nacht träumen?

Und vor allem, hast du jemals darüber nachgedacht, dass das alles von dir abhängen könnte?

Teile uns dies in den Kommentaren weiter unten mit.

 

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