Lernen, ein Rebell zu sein

Okt 18, 19 Lernen, ein Rebell zu sein

 

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SPIRITUALITÄT IN DAMANHUR

 

Die Veränderungen auf unserem Planeten verlaufen immer schneller und extremer. Früher galt es als eines der Hauptprobleme, keinen Zugang zu Informationen zu haben. In den letzten 50 Jahren hat die rasante Entwicklung von Technologie und Internet gezeigt, dass der Zugang zu Wissen wichtig ist, aber nicht alle Probleme löst.

Wir alle wissen, dass wir den Planeten zerstören, dass wir mit der industriellen Entwicklung das Ökosystem auf einen Punkt gebracht haben, an dem es keine Rückkehr mehr gibt. Wenn wir nicht bald etwas Drastisches tun, werden wir uns selbst auslöschen. Dies scheint nicht ausreichend zu sein, um Änderungen zu bewirken, die einen echten Impakt haben.

Wenn ich das Leben von Rāma und anderen großen Eingeweihten wie Christus und Krishna lese, fasziniert mich am meisten ihre tiefe Beziehung zu etwas Unsichtbarem, einem Geist, der sie führt und der ihnen die Fähigkeit gibt, revolutionär zu sein, ohne destruktiv zu sein.

Vielleicht muss der Zugang zu Informationen durch eine andere Art von Inspiration unterstützt werden, die mit höheren Bewusstseinsreservoiren verbunden ist. Bewusstsein und Energie, die uns zu erleuchteten Handlungen führen, die wirklich effektiv sind und nicht nur vom Denken, sondern auch von der Seele getragen werden.

Vielleicht kann uns Rama mit seiner Geschichte versichern, dass der Zugang zu diesen hohen Energien möglich ist, wenn wir uns mit einem reinen Herzen und einem wahren Geist der Liebe und des Dienstes engagieren. Die Fragen werden beantwortet, die Sehnsüchte gestützt, und dann können wir zu Aktionen geführt werden, die die Welt wirklich verändern.

Wissen ist wichtig

Rama – der damals noch Ram hieß – lebte in einer Zeit, in der Menschenopfer normal waren, aber seine Seele rebellierte gegen diese blutigen Kulte. Seine Rasse war vom Aussterben bedroht – so wie wir heute vor dem Aussterben stehen.

Ram, ein junger Mann, der für das Priestertum bestimmt war, wurde „derjenige, der weiß“ und „der vom Frieden Inspirierte“ genannt. Seine Hauptinteressen waren Kräuter und ihre Anwendung, Sterne und Astrologie. Als eine Pest ausbrach, hielt Ram es für eine göttliche Strafe für Menschenopfer. Deshalb suchte er nach einem Weg, um diese Menschen zu retten. Aber sein Wissen, so groß es auch sein mochte, reichte nicht aus…

… aber nicht genug

Nach mehreren Tagen des Meditierens um eine Lösung zu finden, hörte Ram unter seiner geliebten Eiche die Stimme eines Mannes. Er war eine glänzende Gestalt, in ein weißes Gewand gekleidet und mit einer göttlichen Frequenz. Das Wesen gab ihm einen Mistelzweig und flüsterte ihm zu, wie er ihn aufbereiten sollte, um sein Volk zu retten.

Ram bereitete den Misteltrank gemäß den erhaltenen Anweisungen zu. Dann offerierte er ihn einem kranken Mann, der kurz darauf gesundete. Von diesem Moment an wurde der Mistelzweig zu einer heiligen Pflanze in Indien, genau wie es für die europäischen Kelten der Fall ist.

Diese Geschichte legt nahe, dass es ein keltischer Druide war, der in Ramas Traum auftauchte und darauf hinwies, dass diese inspirierenden Behälter keine kulturellen oder geografischen Grenzen haben.

Was mir an Ramas Geschichte am meisten auffällt, ist die „Zauberformel“, die uns aufgezeigt wird: eine tiefe Harmonie zwischen Studium und Inspiration, zu wissen, wie man handelt und sich führen lässt. Und die Fähigkeit des richtigen Wünschens wird zum Wissen über das Sein und darüber, wer man ist.

Bertuccia Bietola

Tempel der Menschheit, Damanhur

 

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