Für den Besten, den schwierigsten Weg

Jan 28, 20 Für den Besten, den schwierigsten Weg

 

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SPIRITUALITÄT IN DAMANHUR

 

Manchmal wird die Weisheit durch Ausdrücke und Sätze wie „Für den Besten, den schwierigsten Weg“ oder „Wirf ein Seil voller Dornen als Hilfe“ ausgedrückt. Es scheint fast, dass das Leben, um ein evolutionär wertvolles Leben zu sein, schwierig sein „muss„. Im Allgemeinen scheint es, dass jede Erfahrung eine Prüfung unserer Geduld und Geistesstärke sein muss.

Andererseits wird denen, die über ihre eigene Existenz und ihre Ziele zu meditieren wissen, immer klarer, dass die besten unserer Transformationen im Licht und in der Freude stattfinden. Das Weinen lehrt uns nicht mehr als das Lachen, das Wissen, wie man den Schmerz lebt, ist nicht lehrreicher als das Wissen, wie man die Freude lebt, es sind ganz einfach komplementäre Erfahrungen. Na und?

Was ist dann der Wert der Schwierigkeit? Warum kann das Leben nicht einfach sein?

Ist der Weg der Spiritualität ein Weg, der aus Herausforderungen besteht?

Wenn die Menschen zu ihm kamen und sagten, sie seien müde, weil das Schicksal, die Götter, das Karma, sie ständig herausforderten, lächelte Falco Tarassaco und erklärte, dass es keine Prüfungen gibt. Es gibt keine entscheidenden Momente, in denen die Gesetze des Universums eine schwierige Situation an uns schicken, wie z.B. eine zu durchschreitende Tür oder ein zu lösendes Rätsel, damit wir beweisen können, dass wir eine neue Reife erlangt haben. Herausforderungen sind literarische Schöpfungen, die es uns ermöglichen, einige Überlegungen anzustellen, aber in Wirklichkeit gibt es einfach Dinge, die passieren, die uns manchmal in Schwierigkeiten bringen und uns manchmal Kraft geben. Wir sind es, die ein Ereignis oft zu einer Prüfung machen, zu einer Erfahrung, durch die wir neue Ebenen des Verstehens erobern oder, wenn wir sie nicht „bestehen“,von uns selbst enttäuscht sind.

Spiritualität ist eine Herausforderung

Kommen wir zurück, zu unserer ersten Frage: Warum kann das Leben nicht einfach sein? Die Antwort ist einfach: Spiritualität besteht aus Herausforderungen. Es sind innere Herausforderungen, die sich in uns selbst abspielen und die uns langsam – und je nach Charakteristik der Herausforderung manchmal auch auf einen Schlag – dazu bringen, uns selbst klarer wahrzunehmen und unsere Entscheidungen zu treffen. Stell dir mal ein Leben vor, in dem alle Situationen harmonisch aufeinander folgen: wir sind reich und können unsere Wünsche erfüllen, unsere Gesundheit erhält uns kräftig, wir haben ein voll befriedigendes Liebesleben und um uns herum leben alle auf die gleiche Weise, mit dem gleichen konstanten Glück. Wie könnten wir in einer solchen Situation unsere Stärke ausdrücken? Anreize finden? Vor allem, wie könnten wir den Dingen eine Bedeutung geben, da sie ja bereits perfekt sind?

Den goldenen Faden finden

Ein Weg des spirituellen Wachstums erfordert, dass jeder in der Lage ist, Kraft, Intelligenz, Mut, Mitgefühl, Großzügigkeit und jedes andere Talent zu nutzen, um voll und ganz an dem Leben, das er führt, teilzunehmen und seine Präsenz in den  verschiedensten Situationen zum Ausdruck zu bringen. Spiritualität bedeutet, Ereignisse miteinander zu verbinden und in ihnen einen Sinn zu entdecken, der über sie selbst hinausgeht. Es bedeutet, den goldenen, kohärenten Faden zwischen widersprüchlichen Situationen zu finden: Zum Beispiel Menschen, die schöne Dinge behaupten und sich über ihren Alltag dann aber selber widersprechen, zu vergeben und sie weiterhin zu lieben.

Schwierigkeiten lehren uns, uns im auf und ab des Lebens zu bewegen und aktiv zu sein, das heißt, die Ressourcen in uns zu finden, die wir brauchen, um den Schwierigkeiten zu begegnen. Ressourcen, die von diesem Moment an für uns und alle, die uns nahe stehen, zur Verfügung stehen. Auch die einfachen Dinge, die gut laufen, sind auf ihre Weise Schwierigkeiten: sie fordern uns heraus, nicht faul zu werden, weiterhin Ziele zu haben und nicht zu glauben, dass das Universum uns wohl gesonnen ist, weil wir besser sind als andere.

Was wir als Schwierigkeit betrachten, „ist“ eine Schwierigkeit und hört auf, eine Schwierigkeit zu sein, wenn sich unser Standpunkt ändert. Es hängt von uns ab. Das Leben, du, wir fliessen durch Höhen und Tiefen, wie Wellen, die den Ozean durchqueren. Wir steuern unsere Überfahrt auf diesem Ozean.

 

 

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